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Rigg und Segel
Mast und Rah sind aus Oregon Pine, wovon rund 15 m Festmeter verarbeitet wurden. Der 21 m lange, verleimte Mast, hat einen unteren Durchmesser von 65 cm und am Wantenangriffspunkt einen Durchmesser von 48 cm. Er ist vorn einfach und achtern doppelt verstagt, mit jeweils einem Achtersteg auf die Innenseiten des Kastelldecks. Feste Wanten sind jeweils drei vorgesehen. Hinzu kommt ein loses Want, das nach Bedarf zusätzlich gesetzt wird. Beim Stellen des Mastes wurden nach alter Tradition vom Technischen Leiter der Koggewerft, Uwe Peterson, zwei Münzen unter den Mast gelegt, die Nachbildung einer in der historischen Kogge gefundenen Münze und eine Gedenkmünze aus diesem Jahr, um dem Schiff stets gute Reisen und glückliche Heimkehr zu gewähren. Die 18 m lange Rah hat in der Mitte einen Durchmesser von 30 cm und aussen von 15 cm. Sie wird mit einem Fall gesetzt, das unterhalb des Mastkorbs durch einen Block geschoren ist und mit einer dreifachen Talje über das Bratspill geführt wird. Das von einer Segelmacherei angefertigte Segel ist aus einer 800 g/m2 schweren Qualität. Es hat als Stammsegel eine Fläche von 100 m2, zu der zwei Bonnets mit je 50m2 kommen, die angeliekt werden. Das rotbraun und weiß gestreifte Segel, mit dem Bremer Schlüssel geschmückt, wurde in Anlehnung an Stadtsiegel und historische Bilder gefertigt. Es ist mit einem 20 mm dicken Naturtauwerk eingeliekt und mit aufgenähten Furrings, Gatjesund Legel versehen. Die Normalbesegelung besteht aus dem Stammsegel und einem Bonnet. Bei leichtem Wetter kann das zweite Bonnet gesetzt werden, bei Starkwind wird mit dem Stammsegel gefahren, das zusätzlich auf 75 m2 gerefft werden kann. Mit kleinerer Segelfläche wird die Rah jeweils tiefer gesetzt, um den Segelschwerpunkt entsprechend zu verändern. Geführt werden Rah und Segel mit Brassen ( zum Kastell ) und Konterbrassen ( zum Vorschiff ) bzw. entsprechenden Schoten und Halsen. Topnanten sorgen für eine gute Führung der Rah. Geitaue laufen von den Schothörnern zu den Enden der Rah, von dort jeweils über einen Block an der Rah ( rund 2 m vom Mast entfernt ) zur Nagelbank am Mast. Zusätzlich sind Gordinge vorhanden.
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